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Tomsk, eine der ältesten Städte Sibiriens, wurde im Jahre 1604 auf Befehl des Zaren Boris Godunov gegründet. Von 1804 bis 1925 war Tomsk das Zentrum eines großen Gouvernements, das einen beträchtlichen Teil Westsibiriens und des nördlichen Kasachstan einschloss. Im Jahre 1990 wurde der Stadt Tomsk der Status einer historischen Stadt nach dem Regierungsbeschluss verliehen. Bis zur Revolution 1917 wurde in Tomsk vorwiegend aus Holz gebaut. Im Jahre 1810 gab es in der Stadt nur 5 Steinhäuser von 1508 Bauten, im Jahre 1855 schon 45 von 2500 Gebäuden. Die Stadt brannte mehrmals und wurde neu gebaut. Heute kann man hier sowohl altertümliche Häuser, die seit dem 18. Jahrhundert erhalten geblieben sind, als auch Gebäude des Holzklassizismus und Empirevillen finden. Ende des 19. Jahrhunderts – Anfang des 20. Jahrhunderts erschien eine große Zahl von reich dekorierten Renditenhäusern. In Tomsk, wie in keiner anderen Stadt Russlands, kann man prachtvolle Holzbauten von einer beeindruckenden künstlerischen Qualität im Jugendstil sehen. Der Holzbau von Tomsk wird von Fachleuten als ein im Weltmaßstab einmaliges kulturelles und geschichtliches Phänomen anerkannt. Die Einzigkeit ist durch das Baumaterial selbst verursacht. In keiner anderen Stadt der Welt gibt es solche große künstlerisch vollwertige Gebäudeblöcke aus Holz. Die Behörden von Tomsk haben noch vor zwei Jahrzehnten in seinem Stadtplan eine historische Zone mit der Fläche von 1050 ha festgelegt. Auf diesem Territorium befinden sich 1800 Holzbauten. 200 davon sind offiziell den Denkmälern der Holzbaukunst zugerechnet ( 18 Denkmäler föderaler Bedeutung, 98 Denkmäler regionaler Bedeutung und 84 neue Denkmäler ). Zum Erhalten von Holzbaudenkmälern, die zum nationalen Gemeingut Russlands gehören, wurde von der Gebietsadministration zusammen mit der Stadtverwaltung, Tomsker Gelehrten und Architekten das Programm zum Erhalten der Holzbaukunst von Tomsk erarbeitet. Die Fachleute haben 8 historische Zonen ausgegliedert, wo zahlreiche Holzbauten erhalten geblieben sind. 2005 wurde die komplexe Renovierung der einen von diesen Zonen durchgeführt- der Zone „Werchnjaja Jelan“. 2006 werden die Restauratoren und die Baumeister vorwiegend in der Zone „Tatarskaja Sloboda“ arbeiten. Für die Realisierung dieses Programms braucht man etwa 100 Mio Dollar. Die Wiederaufrichtung der historischen Bezirke von Tomsk eröffnet große Möglichkeiten für die Entwicklung des Tourismus. Die einigen Gebäude bleiben Wohnhäuser, in anderen werden Büros, Restaurants und Hotels untergebracht. Es wird geplant, in geschützten Zonen Souvenirläden, Wirtshäuser, Minimuseen, Schmiede-, Leder-, Glas-, Spinnwerkstätte zu eröffnen, die nach den Technologien des 19. Jahrhunderts arbeiten werden. Das historische Tomsk soll seine Eigenart und seine Eigentümlichkeit erhalten. Zu diesem Zweck versucht die Gebiets- und Stadtverwaltung das Programm der Wiederaufrichtung von Holzbaukunst der Stadt an das Weltniveau heranzubringen und zwar die Holzbaudenkmäler von Tomsk zur Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes vorzuschlagen.
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